Aus dem Englischen von Werner Roller. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - was wir alle von den Piraten lernen können Das Schauspiel sagenumwobener Piraten, ihrer Königreiche, Gräueltaten und anarchistischen Utopien erregte im 18. Jahrhundert in der ganzen Welt Aufsehen. Gerüchte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, schockierten und inspirierten die europäischen Eliten. Piraten und Freibeuter schufen die wirklich revolutionären Ideen für eine offene Weltgemeinschaft. Aus diesen utopischen Vorstellungen schlägt David Graeber seine intellektuellen Funken, um seine Leser zu elektrisieren: Das letzte und persönlichste Buch von David Graeber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.02.2023
Rezensent Michael Hesse kann damit leben, dass der Anthropologe David Graeber in seinem postum veröffentlichten Buch kaum Belege liefert für seine These, wonach die Demokratie ihren Ursprung in einer Piratengesellschaft auf Madagaskar hat. Das Buch macht einfach Spaß, meint er, bietet Leselust, faszinierende Analysen und eine neue historische Sicht der Dinge. Wer sich für gesellschaftlichen Wandel und Machtstrukturen interessiert, ist hier richtig, meint Hesse, wer Piratengeschichten liebt, sowieso.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2023
Milos Vec liest das aus dem Nachlass von David Graeber herausgegebene Buch über die Piraterie mit Schmerzen. Langweilig wie ein Törn auf einem Freibeuter-Kahn bei Flaute erscheint ihm die Lektüre, kleinteilig und ohne die Frische, die Vec sonst von Grabers Texten gewohnt ist. Dass die Quellenlage zu Graebers Darstellung eines "proto-aufklärerischen" Experiments anno 1700 auf Madagaskar miserabel ist, merkt Vec dem Text zudem auf jeder Seite an. Graebers Spekulationen über das "Piratenkönigreich" sind für ihn leider nicht nur historisch wenig überzeugend, sondern auch erzählerisch.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.02.2023
Für Thomas Ribi fügt sich dieser aus dem Nachlass herausgegebene Text gut in das Werk des US-Anthropologen David Graeber ein. Als Teil einer alternativen Geschichte des Westens liest er, was Graeber anhand eigener Feldforschungen und einer recht brüchigen Quellenbasis spekulativ entwirft. Von einem Piratenstaat mit demokratischer Verfassung auf Madagaskar erzählt der Autor laut Ribi jenseits von Räuberromantik. Dass ausgerechnet Piraten die Vorreiter der Demokratie und gleich auch noch der Aufklärung gewesen sein sollen - Graeber macht es dem Rezensenten durchaus plausibel.
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