Hamed Abdel-Samad

Der Preis der Freiheit

Eine Warnung an den Westen
Cover: Der Preis der Freiheit
dtv, München 2024
ISBN 9783423284417
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Wer die Freiheit in Frage stellt, greift unser ganzes Leben an. Die offenen Gesellschaften des Westens sind bedroht durch autoritäre, äußere Gegner, aber auch durch rechte, linke und religiöse Fundamentalisten im Inneren. Jahrzehntelang hat man radikale Minderheiten unterschätzt, durch Migration ins Land gelassen, teilweise mit einem Multikulti-Mäntelchen kaschiert. Aber sie tolerieren nicht, wodurch sie groß geworden sind: Meinungsfreiheit und Gleichheit aller. Identitäre von rechts und von links vergiften das öffentliche Klima, Antisemiten und Staatsfeinde haben die Masken abgeworfen. Hamed Abdel-Samad hat als junger Mann in Ägypten und durch die Morddrohungen in Deutschland erfahren, was auf dem Spiel steht. Er richtet mit diesem Buch eine Warnung an uns alle: Kämpft für die Freiheit.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 31.12.2024

Als einen Warnruf, der von genuiner Leidenschaft getragen ist, aber leider an vielen, auch an entscheidenden Stellen unscharf bleibt, beschreibt Rezensent Jens Balzer Hamed Abdel-Samads neues Buch. Stark schreibe Abdel-Samad da, wo er aus eigener Erfahrung schöpft und beschreibt, wie er selbst, in Ägypten geboren, sich zunächst den Muslimbrüdern anschloss, bald aber deren autoritäre Weltsicht abzulehnen begann und inzwischen zum Kämpfer wider den islamistischen Fundamentalismus wurde. Auch bei der Kritik des Autors an links-woken Kreisen, die eben diese islamistische Gefahr verharmlosen, geht Balzer mit. Warum aber, fragt sich der Rezensent, erkennt der Autor nicht an, dass Rechtsextreme und Putinisten das Weltbild der Islamisten im Großen und Ganzen teilen? Abdel-Samad plädiert dafür, lesen wir, das Gespräch mit AfD-Anhängern nicht abreißen zu lassen. Schön und gut, meint Balzer, aber insgesamt zeigt sich in solchen Passagen, dass Abdel-Samad nicht wirklich einen Begriff hat von der Freiheit, die er verteidigen möchte. Das führt dazu, so das skeptische Fazit, dass Entscheidendes etwa hinsichtlich der Frage, wie verschiedene Freiheitsbegriffe sich zueinander verhalten, in diesem Buch überhaupt nicht geklärt wird.

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