David Held

Soziale Demokratie im globalen Zeitalter

Cover: Soziale Demokratie im globalen Zeitalter
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783518125045
Kartoniert, 288 Seiten, 11,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Adrian. Ob Seuchen oder Terrorismus, für globale Probleme gibt es keine nationalen Lösungen. Doch welcher Akteur könnte diese Herausforderungen bewältigen? Für David Held ist dazu nur eine große Koalition aus alten Europäern und liberalen Amerikanern, Entwicklungsländern und sozialen Bewegungen in der Lage. Diesem Bündnis für globale soziale Demokratie hat er ein Grundsatzprogramm geschrieben. Jenseits von Radikalopposition und neoliberalem "Weiter so" entwirft er eine pragmatische Utopie: eine Reform des UN-Sicherheitsrats, die Entwicklung demokratischer Institutionen jenseits des Nationalstaats und den Abbau von Handelsschranken zugunsten der Entwicklungsländer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2007

Für Wolfgang Kersting besitzt dieses Buch durchaus Anregungspotential. Wie sich Globalisierung in Einklang mit Recht, Gerechtigkeit und demokratischen Grundsätzen bringen lässt, hat Kersting - anders als sein Kollege Gregor Schöllgen - bei David Held lernen können, der seine Perspektive in Absetzung zu neokonservativen Positionen aus Washington und auf einem von Mythen und Vorurteilen freigeräumten Feld entwickelt. Dass eine Dämonisierung der Globalisierung beiden Extremen des nationalpolitischen Spektrums von Nutzen ist, wie Held darlegt, leuchtet Kersting unmittelbar ein. Ebenso Helds Vorschläge zur Nutzung der durch eine Weltmarktordnung gegebenen Chancen. Helds auf kleiner hermeneutischer Flamme gekochte antihegemoniale Verve empfiehlt der Rezensent all denjenigen, die ein "kosmopolitisches Programm" erst konstruieren, anstatt es aus bereits bestehenden "menschenrechtlichen Überzeugungen" abzuleiten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2007

Nicht gerade bezaubert zeigt sich Gregor Schöllgen - im Gegensatz zu seinem Kollegen Wolfgang Kersting - von dieser Studie des Politikwissenschaftlers David Held. Helds Agenda zu den von der globalisierten Welt aufgeworfenen Fragen betreffend Politik, Wirtschaft und Sicherheit hat ihn nicht überzeugt. "Plausibel" und "naiv" zugleich erscheint Schöllgen das Plädoyer des Autors für eine multinationale Zusammenarbeit mit dem Ziel einer weltumfassenden sozialen Demokratie. Dass Held die Machbarkeit seiner Vision nicht belegt, sondern nur mit allerhand Tabellen und Grafiken jongliert, lässt den Rezensenten sichtlich enttäuscht zurück. Die "undurchsichtige sprachliche Präsentation" des Textes sieht Schöllgen immerhin noch sportlich - als Herausforderung.

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