Thomas führt ein völlig normales Leben, bis er den Menschen findet, der seine Welt ins Schwanken bringt. Von ihm fühlt er sich das erste Mal wirklich erkannt und angenommen, er ist angekommen. Mit ihm zusammen scheint nichts unmöglich. Plötzlich steht ihm die Welt offen. Bis ein Abend wieder alles unerwartet verändert. Aus dem Nichts heraus.
Christian Kracht liest das Protokoll einer Verführung, und zwar David Schalkos Roman über einen Mann, der einem politischen Führer allein wegen seiner Aura verfällt: für Alexander Cammann ist daraus eine "psychedelische" Seance geworden, die ihn in Hochstimmung versetzt hat. Das hat für den Kritiker im Wesentlichen mit Krachts "somnambuler" Stimme zu tun, eine androgyne Mischung aus Ingeborg Bachmann und Christa Wolf, wie er schreibt. In Kombination mit dieser "urkomischen Satire" auf die "sexualisierte Körperlichkeit des political animal" wirkt diese Stimme doppelt suggestiv auf ihn, kriecht die Geschichte durch sie in ihn hinein, fühlt er sich beim Hören von Kracht auch noch ständig angeschaut und nach der eigenen Verführbarkeit gefragt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…