Dayanita Singh's photos of archives and their custodians across India examine how memory is made and how history is narrated. These images bring to light the paradox of archives: they are impersonal in their classifications, yet each is the careful handiwork of an individual archivist, an unsung keeper of history whose decisions generate the sources of much of our knowledge. Archives are vessels of orthodox fact but can also be the home of neglected details and forgotten documents than can unfix the status quo. As the pace of change in contemporary India accelerates and Indians turn from the past and fix their gaze on the future, what will become of the archive? Singh prompts us to imagine archives as not merely documents of dusty scholarship but as monuments of knowledge, beautiful in their unkempt order.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2013
Auf den Leineneinband in zehn Farben hätte Kristina Maidt-Zinke zugunsten eines Bildverzeichnisses gerne verzichtet. Dem dokumentarischen Charakter des Bandes mit Schwarzweiß-Fotografien von Oldschool-Archiven in Indien, aufgenommen von der indischen Künstlerin Dayanita Singh, wäre so besser Rechnung getragen worden, findet die Rezensentin. Die Doku findet sie ansonsten berechtigt und beeindruckend, sind die hier zu sehenden Papierarchive doch allerorten am Aussterben, zumal solche von dieser besonderen Monumentalität beziehungsweise Entropie, bizarre Zeitkapseln, so die Rezensentin. Den beigefügten Text über nächtliche Papierfresser und den Geruch des Papiers sowie Hans Ulrich Obrists Interview mit Singh hat Maidt-Zinke offenbar mit Gewinn gelesen.
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