Aus dem Amerikanischen von Barbara Schaden. Zwei Frauen beschließen, der Trübsal ihres Lebens und dem Elend der Welt ein Ende zu bereiten und in einer nächtlichen Aktion knapp eine Million Hühner aus einer riesigen Legebatterie in der US-amerikanischen Provinz zu befreien. Für die Umsetzung ihres abenteuerlichen Plans stellen sie ein kurioses Team aus lauter schrägen Figuren zusammen: von militanten Tieraktivisten über einen entlassenen Undercover-Ermittlungschef bis zur Großbauerntochter. Aber die Aktion nimmt einen völlig anderen Verlauf als geplant, denn nicht alle Beteiligten halten sich an die Absprachen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2022
Rezensentin Melanie Mühl lernt die Schläue der Henne zu schätzen mit Deb Olin Unferths Roman. Die Protagonistin, eine Legefarmbetriebsprüferin, geht aufs Ganze, wenn sie vegane Aktivisten zusammentrommelt, um 900000 Legehennen aus der Gefangenschaft zu befreien. Was die Hennen mit der gewonnenen Freiheit eigentlich anfangen sollen, ist eine der Fragen, die der Text und Mühl sich stellen. Unterdessen unterhält Unferth die Rezensentin gut, die ahnt, wie viel Spaß das Schreiben der Autorin gemacht hat. Und weil die Geschichte so "irre" ist, und Unferth nichts und niemand idealisiert, hat Mühl gleichfalls Freude am Text, der mitunter sogar eine ganz eigene Poesie in Sachen Huhn entwickelt, wie sie versichert.
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