Aus dem Englischen von Robert Brack. Zum Monatsende unternimmt sie regelmäßig Raubüberfälle unter virtuosem Einsatz ihrer .44er Magnum. Karens Chef, Frank, ist ein Schönheitschirurg mit Geldsorgen und einer Frau, die bald seine Ex-Frau sein wird, Madge. Sie will er entführen lassen, um das Lösegeld von der Versicherung zu kassieren. Hier kommt Ray ins Spiel, den Karen kennengelernt hat, als sie ihn bei einem Überfall versehentlich fast erschossen hätte. Hauptberuflich malt Ray Wandbilder, aber nebenbei ist er Auftrags-Kidnapper. Nur leider ist Madge, auf die er angesetzt wird, Karens beste Freundin. Und dann ist da noch Karens Ex Rossi, der gerade aus dem Knast kommt und sich an ihre Fersen heftet, denn sie hat noch ein Motorrad und eine Knarre, die ihm gehören …
Im Perlentaucher:
Den eigenen Lügen glauben
Mit irrem Spin schraubt sich die Geschichte in eine schräge Höhe, aus der alle Beteiligten selbstverständlich nur sehr böse abstürzen können. Burkes Gestalten sind entweder total verkorkst oder nur ein bisschen neben der Spur, aber sie alle vereint der unbedingte Willen, für sich einen möglichst großen Batzen Kohle herauszuschlagen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2016
Bereits 2007 veröffentlicht, ist Declan Burkes grandiose Krimi-Groteske nun auch auf Deutsch erschienen, freut sich Rezensent Christopher Schmidt. Burke beherrscht nicht nur die Kunst des Genre-Mix aus Crime und Comedy, Screwball und Noir, sondern spielt auch derart genial mit den verschiedenen Erzählperspektiven, dass der Leser während der Lektüre selbst zum Detektiv wird, schwärmt der Kritiker. Und so folgt er gebannt dem Figurenensemble, das sich immer tiefer in Liebes- und Geschäftsbeziehungen verwickelt und durch Dublin, allerdings noch vor der Finanzkrise, irrt. Dass Burke Tarantino, James Cagney, Bruce Springsteen, Rossini und vielen anderen seine Reverenz erweist, macht das Buch vollends zum Ereignis, schließt Schmidt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2016
Rose-Maria Gropp kann nicht recht fassen, was für eine Wahnsinnsstory Declan Burke da zusammengezimmert hat. Schon das Personal findet sie in dieser Konstellation sonst nicht auf unserem Planeten. Gut, dass immerhin die Kapiteleinteilung Ordnung gibt in diesem Chaos, in dieser laut Rezensentin Richtung Fantasy Fiction driftenden Krimihandlung um einen Versicherungsbetrug der besonderen Art. Sympathieträger Nr. 1 im Buch ist für die Rezensentin eine Mischung aus Husky und Wolf. Auf seine Kosten komme, meint Gropp sehr vornehm, wer auf abstruse Situationen, Screwballcomedy und ein Vokabular steht, das man nicht "im kultivierten Thesaurus" finde.
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