Robert Brack bespricht zwei Bücher des "wichtigsten britischen Krimiautors der Achtziger- und Neunzigerjahre": Derek Raymond (1931-1994).
1) "Die verdeckten Dateien" (Dumont Noir)
Brack empfiehlt dringend, dieses Buch möglichst schnell zu kaufen, da Dumont seine Krimireihe "Dumont Noir" einstellen wolle. Raymond, der Sohn eines Textilmagnaten, der sich - abgestoßen von der "Verlogenheit des britischen Klassensystems" - von seiner Familie abgewandt hatte, hat mit diesem Buch seine Erinnerungen vorgelegt. Obwohl Brack der Lebensweg dieses "Rebellen" sichtlich imponiert, beeindruckt ihn das Buch vor allem wegen eines Essays über den "Noir-Roman". Dieser sei nur vergleichbar mit Raymond Chandlers "The Simple Art of Murder", rühmt der Rezensent.
2) "Ich war Dora Suarez" (Maas Verlag/pulp master)
Dies sei Raymonds "wichtigstes Buch" und der "schwärzeste aller Noir-Romane", meint Brack. Ein Polizist, der den Mord an einer Prostituierten aufklären soll, identifiziert sich zu diesem Zweck mit dem Täter. Nach der Lektüre wird niemand mehr glauben, dass ein Krimimord "nur ein Kavaliersdelikt" ist, prophezeit Brack.
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