Aus dem Amerikanischen von Ango Laina. Broken Street ist ein Synonym für eine x-beliebige Straße in Uptown, New York. Eine Straße, die mit Drogenkriminalität und ihrem desillusionierenden Milieu für viele Kids bereits die Endstation ist. Dem heranwachsenden Erzähler nimmt sie nur ein paar kostbare Jahre. Jahre, die er mit Schlägereien, Drogendeals und Autodiebstahl vergeudet. Die Mafia tauscht den Kids die heiße Ware in Bargeld um, doch irgendwann zahlt jeder seinen Tribut. Hinter Gittern schmeckt ihm die späte Erkenntnis besonders bitter, zumal das Wissen um das Scheitern der großen Liebe auf ewig schmerzen kann. Gab es irgendwann mal einen Ausweg aus der Broken Street? War er einfach nur zu blind? In der Tradition einer Martin-Scorsese-Saga erzählt Buddy Giovinazzo mit den straighten Worten eines kleinen Kriminellen, der an seine Grenzen stößt, aber versucht, seinen Weg zu gehen.
Kolja Mensing ist der Ansicht, dass es sich bei Giavinazzo um einen "sehr ökonomisch denkenden Schriftsteller" handelt. Die Erzählweise sei "linear", Nebenstränge kann der Rezensent keine entdecken und auch die Figuren -abgesehen vom Protagonisten - verschwinden genauso schnell, wie sie erschienen sind. Mensing bewertet dies nicht eingehender, doch zu Begeisterung hat es ihn jedenfalls nicht hingerissen. Knapp erzählt er die Handlung, in der ein kleiner Junge in kürzester Zeit vom braven Kerlchen zum Drogendealer mutiert. Der Roman zeigt dabei alle Charakteristika eines "klassischen Entwicklungsromans unter den Bedingungen des spätmodernen Großstadtmilieus", so Mensing.
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