Herausgegeben von Detlev Ehrig und Peter Kalmbach. Mit grafischen Darstellungen. Seit dem Ende des sogenannten Wirtschaftswunders zu Beginn der siebziger Jahre ist in der Bundesrepublik die Massenarbeitslosigkeit eine nicht bewältigte Herausforderung für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Wer sein ausschließliches Augenmerk auf die Flexibilisierung des Arbeitsangebots lenkt, verliert aus dem Auge, dass Märkte aus Angebot und Nachfrage bestehen, neben Arbeitsmärkten auch noch Güter- und Kapitalmärkte existieren, und nicht nur Preis-, sondern auch Mengeneffekte auftreten. Koordinationsprobleme auf allen diesen Märkten sind eher die Regel als die Ausnahme. Die in dem Band versammelten Beiträge wollen zu einer Diskussion darüber einladen, wie einer allzu verengten Sicht über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit entgegengewirkt werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2002
Indira Gurbaxani begrüßt diesen Sammelband, der mit Reformvorschlägen für den deutschen Arbeitsmarkt aufwartet. Die renommierten Autoren der Aufsätze, erklärt die Rezensentin, gehen das Thema von verschiedenen Seiten an: So geht es etwa um Sinn und Unsinn einer "nachfrageseitig angesetzten Politik", um das "magische Vieleck", um die Rolle der Tarifpolitik in der Wissensgesellschaft oder um die spezifischen Probleme von Großunternehmen und Kleinbetrieben. Wenn die Beiträge laut Gurbaxani auch "kein Patentrezept" enthalten, so greifen sie doch Aspekte heraus, die in der Politik zu wenig Beachtung finden. Der Leser, meint sie, kann hier "frische Ideen für die Zukunft sammeln".
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