Herausgegeben von Philipp Adorf, Frank Decker und Patrick Horst. Kabale und Sexismus, Intrigen und Machtmissbrauch in Washington: Präsident Donald Trump hat nach seiner Wahl dem politischen Establishment der USA den Kampf angesagt. Seine Methoden sind brachial und bewegen sich am Rande der Legalität. Wie ist es in dieser Situation um die Widerstandskraft der demokratischen Institutionen bestellt? Sind sie ihrerseits hoffnungslos anachronistisch und können die ihnen einst zugedachten Aufgaben nicht mehr erfüllen? Dieses Buch analysiert grundlegende Fragen des Wahlprozesses, der Regierbarkeit und des sozialen Zusammenhalts in den USA, beleuchtet den aktuellen Zustand der Demokratie und fragt, ob den Vereinigten Staaten ein Rückfall in autoritäre Verhältnisse bevorstehen könnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2019
Die amerikanische Demokratie ist in der Krise. Und Donald Trump ist dafür nur das Symptom. Das ist in etwa die Erkenntnis, die Thomas Speckmann aus diesem Band mitnimmt. In der Kritik geht es dann aber doch über weiter Strecken um Trump. Der Rezensent stimmt den Autoren zu, dass ein Amtsenthebungsverfahren, das von manchen Demokraten gewünscht wurde, eher ein Fehler wäre. Und er konstatiert mit den Autoren, dass die Popularitätswerte Trumps auch nicht so viel geringer sind als die seiner Vorgänger in der gleichen Phase ihrer Amtszeit. Als die Ursachen, deren Symptom Trump ist, geben die Autoren eine Dysfunktionalität demokratischer Strukturen an: Die Manipulation von Wahlkreisgrenzen ("Gerrymandering") und das Wahlmännersystem, das die Wahlergebnisse proportional verzerrt, seien dazu zu zählen. Aber auch die Gewaltenteilung funktioniere nicht mehr recht. Insgesamt gibt Speckmann eine Leseempfehlung.
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