Mit einem Vorwort von Hugh Johnson und Jancis Robinson. Mit dem "Weinatlas Deutschland" liegt ein umfassendes Werk zum deutschen Wein vor. Erstmals werden damit alle privilegierten deutschen Weinlagen und Klassifikationen ausführlich und unabhängig dargestellt und bewertet. Informationen zu Geografie, klimatischen Besonderheiten, Lagenbeschaffenheit und -qualität sowie Porträts der wichtigsten Produzenten und ihrer Weine schaffen ein plastisches Bild des Weinbaus in Deutschland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2008
Anschauliche Bilder, aufwendige Ausgestaltung und nach dem "Wein Gotha" das umfangreichste Unternehmen, deutsche Weinberge zu klassifizieren - Helmut Kaiser ist beeindruckt. Was die Verfasser hier an Daten zusammengetragen und in eine "vierstufige Qualitätspyramide" eingeordnet haben, erscheint dem Rezensenten als ordentliches Stück Arbeit, haben es Autoren und Leser doch mit nicht weniger als 2658 Weinlagen zu tun. Die 538 ausgezeichneten unter ihnen sieht Kaiser hinsichtlich Größe, Lage, Boden und Erzeuger dem dankbaren Weintrinker vorgestellt. Den kritischen Vorgang der Klassifizierung bewältigen die Verfasser seiner Meinung nach mittels Befragungen von Winzern und Händlern, durch eigene und die Wertschätzung des Marktes sowie die Besichtigung von Weinbergen. Dass derartige Einteilungen strittig bleiben müssen, weiß Kaiser allerdings auch. Betreffend den Rheingau können ihn die vorgestellten Ergebnisse beim besten Willen nicht überzeugen. Die Hallgartener Jungfer soll dem Mannberg und dem Hattenheimer Pfaffenberg vorzuziehen sein? Nie und nimmer, findet er.
Höchsten Respekt bekundet Rezensent Till Ehrlich für diesen "Weinatlas Deutschland", den die Weinxperten Dieter Braatz, Ulrich Sautter und Ingo Swoboda vorgelegt haben. Die große Leistung der Autoren sieht er in der Neu-Bewertung der Weinbergslagen in den Weinregionen Deutschlands, seines Erachtens eine echte "Sisyphusarbeit". Erhellend scheint ihm die Kartografie der 538 besten Lagen Deutschlands, die durch geschichtliche, weinbauliche und geologische Informationen ergänzt werden. Den Autoren gelingt es in seinen Augen, die komplizierten deutschen Weinbau- und Bodenverhältnisse vor Augen zu führen und plausibel zu strukturieren. Er bescheinigt ihnen Subjektivität und Urteilskraft, die Transparenz schaffen. Er moniert indes, die Autoren setzten den Wein "überwiegend" mit der natürlichen Natur (Boden und Klima) in Verbindung und zu wenig mit der künstlichen Natur, der Weinbaukultur. Der Faktor Mensch bleibt seines Erachtens unterbelichtet. Gleichwohl würdigt er das Werk als "Meilenstein" auf dem Gebiet und hält es für die "bislang überzeugendste Veröffentlichung über deutsche Weinbergslagen".
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