Die klassische Moderne entsprang keineswegs voraussetzungsfrei den Köpfen ihrer Protagonisten beziehungsweise den sie entbindenden historischen Schocks, sondern war zutiefst in der europäischen Kulturentwicklung verwurzelt. Warum dann konnte sie sich so radikal, als definitiver Bruch mit der Geschichte, in das kollektive Bewusstsein einschreiben? Hochhaus und Gemeinschaft - als Vokabeln des großen Versuchs, mit allen historischen Maßstäben zu brechen - bilden die thematische Klammer des vorliegenden Essays, der diese Frage zu beantworten sucht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2018
Robert Kaltenbrunner bekommt mit dem neuen Buch des Stadttheoretikers Dieter Hoffmann-Axthelm anregende Lektüre über das, was Stadt ausmacht. Die historische Entwicklung hinter dem Hochhausbau führt ihm der Autor vor Augen, das Sozialpolitische und das Religiöse. Wie im Hochhaus rechte wie linke Sehnsüchte und Utopien Stein werden, vermittelt ihm der Autor, skeptisch angesichts der Großwohnanlage und der darin laut Autor zum Ausdruck kommenden Selbstüberschätzung der Moderne. Provokant, aber auch erhellend, findet Kaltenbrunner, da der Autor die Architekturtheorie aus dem Elfenbeinturm holt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…