Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2000
Ernst Osterkamp macht viele Worte in seiner Rezension, dabei stehen die Gründe für seinen Verriss schon in den ersten zwei Absätzen: Es gibt bereits eine Vielzahl von Veröffentlichungen zu Thomas Mann und die Wissenschaften, warum jetzt also noch eine? "Weil Tagungen unabhängig von ihrer Ergiebigkeit zum Zwecke des Leistungsnachweises in Buchform veröffentlich zu werden pflegen." Reine Routineübungen also. Pflichtbewusst führt Osterkamp die einzelnen Beiträge auf, positiv hebt er jedoch nur Manfred Dierks Aufsatz über Thomas Mann und die Tiefenpsychologie hervor, weil dieser immerhin das Verhältnis von literarischem Text und wissenschaftlicher Erkenntnis untersuche. Am Ende zitiert der Rezensent das Vorwort, dass ein ausführliches Register am Ende des Bandes verspricht, um dann trocken festzustellen: "Der Band enthält weder dieses noch ein anderes Register."
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…