150 Jahre nach Stefan Georges Geburt und 85 Jahre nach seinem Tod werden hier zum ersten Mal jene Texte zugänglich gemacht, deren Veröffentlichung nicht der Intention des Dichters und seiner ersten Erbengeneration entsprach. Damit liegen erstmals sämtliche Texte aus dem Nachlass des Dichters (Gedichte, Prosa, Dramen, Aphorismen, Übersetzungen etc.) in einer textkritischen Edition vor.
Stefan George, den Dichter und Charismatiker von europäischer Bedeutung, begleiten seit Erscheinen seines ersten schmalen Gedichtbands im Jahr 1890 zahllose Legenden und Gerüchte, die er nie öffentlich widerlegte. Sein Werk hinterließ er in der endgültigen Fassung der 18 Bände seiner von ihm selbst verantworteten Gesamtausgabe. Sie erschien 1928-1934 mit dem unausgesprochenen Ziel, eventuelle spätere Editoren und Herausgeber brotlos zu machen, Band um Band mit einem eigenen philologischen Anhang.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2018
Auf die in diesem Band versammelten Texte hatte Stefan George in seinen von ihm selbst editierten "Sämtlichen Werken" verzichtet - und Rezensent Kai Kauffmann versteht weshalb. Denn von der Originalität und Qualität des Dichters ist in den Schülerversen und frühen Dramen noch nicht viel zu merken, fährt der Kritiker fort, der die Lektüre dennoch keineswegs bereut. Motive, Konzeption und in Ansätzen auch der Stil Georges sind hier bereits erkennbar, wodurch der Band einen interessanten Einblick in die Werkstatt eines jungen Dichters bietet, versichert er. Ein kluger Kommentar rundet diesen Nachlassband ab, schließt Kauffmann.
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