Wie kann man Jugendlichen den Holocaust vermitteln? Digne M. Marcovicz hat dafür einen ungewöhnlichen Weg gefunden: Sie filmte und interviewte zwölf Überlebende des Holocaust, verdichtete deren Erzählungen von Deportation und Lagerhaft zu einer Collage aus Interviewpassagen, Zeitungsausschnitten, historischen und neuen Fotografien. Wie in einem Comicstrip wechseln Wort und Bild in schneller Folge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2007
Andreas Platthaus bespricht diesen Fotoband gemeinsam mit Bernice Eisensteins Erinnerungsbuch "Ich war das Kind von Holocaustüberlebenden". Im Vergleich kommt Digne M. Marcovicz' Band allerdings nicht nur deutlich kürzer, sondern auch sehr viel schlechter weg. Zwölf Überlebende hat die Autorin befragt und fotografiert, gelegentlich hat sie auch die Orte aufgesucht und ebenfalls fotografiert, an die die Porträtierten sich erinnern. Mitunter sei das des Gegenstands wegen schon faszinierend, findet der Rezensent, insgesamt aber dominiert das Unbehagen: Allzu bunt findet Platthaus die Bilder und reichlich unsortiert die Darstellung im Seiten-Layout.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2007
Sehr angetan ist Birgitt von Maltzahn von diesem Buch, in dem Digne M. Marcovicz die Geschichten von zwölf Holocaust-Überlebenden versammelt hat, die sie zuvor gefilmt und interviewt hat. Indem die jugendlichen Leser, an die sich das Buch richtet, die individuellen Lebensgeschichten mit historischen Zahlen und Fakten und mit zahlreichen Fotos und Texttafeln angeboten bekommen, erleichtert sich der Zugang zu einem häufig behandelten Thema und gewinnt ihm neue Aspekte ab, lobt die Rezensentin. Deutlich werde, dass die "letzten Zeugen" allein durch Mut und Glück - "Massel" eben - den Holocaust überlebt haben, so Maltzahn.
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