Zwischen 1949 und 1971 wurden die Grundlagen des "ersten Arbeiter - und Bauernstaates" auf deutschem Boden geschaffen. Wurde die SED ihrem Anspruch gerecht, ein erfolgreiches und gerechtes Wirtschaftssystem, ja ein "modernes" Deutschland aufzubauen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2003
Kein Politiker hat die DDR so nachhaltig geprägt wie Walter Ulbricht, meint Karl Wilhelm Fricke und begrüßt daher den schmalen aber kenntnisreichen Band, den Dierk Hoffmann, Mitarbeiter des Münchener Instituts für Zeitgeschichte, Außenstelle Berlin, wie es jetzt heißt, über "Die DDR unter Ulbricht" vorgelegt hat. Hoffmanns Arbeit ist klug, informiert und bündig, meint Fricke, demnach bestens geeignet, sich in den historischen Kontext der DDR in den 50er und 60er Jahren einzulesen, auch wenn einige nicht unwichtige Details bei der Kürze der Darstellung auf der Strecke bleiben müssten. Hoffmann räume gründlich mit der lange verbreiteten Legende einer "partiellen Modernität" der DDR auf, wie sie Ralf Dahrendorf in den sechziger Jahren unterstellt hätte. Alle Reformvorhaben, die Planwirtschaft zu modernisieren, scheiterten aus Angst vor politisch nicht absehbaren Folgen kläglich, stellt Fricke fest. Nicht einverstanden zeigt sich der Rezensent mit der Terminologie des Autors, der von der SED durchgängig als von der "Hegemonialpartei" spricht und die sozioökonomischen Umwandlungen in der Ulbricht-Zeit als "Transformationsprozess" bezeichnet. Auch das Lektorat erhält eine kurze Rüge: mangelnde Sorgfalt, heißt es.
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