Dirk von Petersdorff

Wie bin ich denn hierhergekommen

Roman
Cover: Wie bin ich denn hierhergekommen
C.H. Beck Verlag, München 2018
ISBN 9783406726293
Gebunden, 218 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

"Anna lag genau in dem Streifen, den der Vollmond ins Zimmer warf." So beginnt dieser Roman, in dem Dirk von Petersdorff von vier Menschen Ende dreißig erzählt, die miteinander verbunden und voneinander angezogen sind, aber den Weg ins Leben nicht im gleichen Takt gefunden haben. Tim und Anna sind verheiratet, haben einen kleinen Sohn, Tims bester Freund Johannes führt immer noch eine Art Studentenleben und ist gerade Single, hatte aber mal eine Liebesnacht mit Anna und scheint weiterhin eine für Tim nicht ganz berechenbare Verlockung für Anna darzustellen. Anna sehnt sich nach ihrer früheren Ungebundenheit und ihren Abenteuern, Johannes dagegen beneidet die beiden. Tim allerdings hat seinen momentanen Erfolg in der Firma nicht ganz seriös zustande gebracht und alles kann wieder kippen …

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2018

Wie die gealterten Helden aus Judith Hermanns "Sommerhaus, später" erscheinen Rezensentin Marie Schmidt die Figuren aus Dirk von Petersdorffs Roman "Wie bin ich denn hierher gekommen?". Noch immer befragen die inzwischen um die vierzig Jahre alten Heldinnen und Helden ihre Beziehungen zu sich selbst, zum Rest der Welt und die Möglichkeiten der Freiheit, die ihnen noch bleiben, erzählt die Kritikerin, die allerdings jetzt, zwanzig Jahre später, einen Anflug schlechten Gewissens unter der "Käseglocke des westlichen Selbstgefühls" bei den Figuren entdeckt. Wie der Lyriker und Germanist in bündiger Konstruktion und lakonischem Erzählton vom Scheitern des Glücks und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit erzählt, scheint Schmidt gefallen zu haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2018

Andreas Platthaus befürchtet, dass der Lyriker Dirk von Petersdorff seinen eigenen Ton als Romancier erst noch finden muss. Die Geschichte eines alten Freundes-Trios der Generation ratlos muss zwar nicht gleich als Drama à la "Jules und Jim" erzählt werden, findet Platthaus, doch Petersdorff spannt den Leser mit den inneren Reflexionen seiner Figuren und der Bemühung um Leichtigkeit bei der Beschreibung doch allzu sehr auf die Folter, meint er. Dem Buch fehlt die Lebendigkeit und der Witz, lässt Platthaus uns wissen.

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