Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann. Ein Mädchen, das von einem Jungen träumt, dessen Name mit B anfangen sollte. Ein Vater, der tagein, tagaus auf einem Sofa sitzt. Eine Mutter, die nicht mehr weiß, warum sie den Mann auf dem Sofa geheiratet hat. Eine Oma, die seit Opas Tod kein Wort mehr spricht. Und ein Haus in einer Kurve, an einer Straße, die zu einer halb fertigen Brücke führt. Stell dir vor, du wohnst in diesem Haus. Ein Haus in einer Kurve, die so scharf ist, dass regelmäßig Autos in das Haus knallen. Die Fahrer, die in diesen Autos sitzen, darfst du dann auf eurem Sofa gesund pflegen. Und vielleicht wird eines Tages ein Junge dabei sein, ein richtig netter Junge, der Benjamin, Bernie oder Brad heißt. Willkommen in meinem Leben!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2006
Auch wenn einiges an diesem lakonischen Jugendbuch von Do van Ranst nach Meinung der Rezensentin Caroline Roeder etwas flüchtig und "hingehuscht" wirkt - letztlich stellt sich ein "atmosphärisch klar konturiertes Bild" ein. Das liegt daran, dass van Ranst mit stimmungsvollen Szenen arbeitet, die in ihrer Skurrilität schon fast magisch-realistisch wirken und einen starken Eindruck hinterlassen. Der Rezensentin gefüllt auch die Leichtigkeit, mit der Ranst selbst die komplizierten Gefühlswelten der pubertierenden Protagonistin darstellt, ob nun "Einsamkeit" oder "Begehren".
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