Aus dem Niederländischen von Anna Carstens. Tag für Tag schleppen Hans, Maria, Rainer und die anderen Kinder der zusammengewürfelten Flüchtlingsfamilie Wasser auf das Feld am Rande von Tanger, wo sie gemeinsam mit dem niederländischen Paar Aart und Lies versuchen, Gemüse anzubauen. Aber die Pflanzen verdorren unter der erbarmungslosen marokkanischen Sonne, und ihr Überleben wird zu einem täglichen Kampf nicht nur gegen Hunger und Armut, Ungeziefer und Krankheit, sondern auch um Liebe, Würde und Anerkennung. Als Aart im Gefängnis landet, ist es an dem sechszehnjährigen Hans, das Schicksal der Familie in die Hand zu nehmen. Doch Tanger, wo es vor Flüchtlingen aus ganz Europa, zwielichtigen Glücksrittern und feindlichen Spionen wimmelt, entpuppt sich als gefährlicher Ort, und Hans muss alles auf eine Karte setzen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 18.10.2016
Siebzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung erscheint nun endlich die deutsche Übersetzung von Dola de Jongs berührendem Roman "Das Feld in der Fremde", eine aufwühlende Anklage gegen Krieg und Faschismus, die in all der Zeit nichts von ihrer lebendigen Kraft eingebüßt hat, ja ganz im Gegenteil, eine alarmierende Aktualität aufweist, wie Rezensentin Eva-Christina Meier erschrocken feststellt. Sprachlich dicht und präzise, so die Rezensentin, verarbeitet die damals 28-jährige jüdische Journalistin die eigenen Fluchterfahrungen in ihrer Geschichte über eine Gruppe Flüchtlingskinder, denen die Flucht vor dem Terror in Deutschland in die internationale Schutzzone Tanger gelingt, wo sie jedoch Hunger, Armut und Verwahrlosung ausgesetzt sind, bevor man sich endlich um ihre Ausweisung bemüht. Meier zeigt sich angesichts dieses Porträts einer "beschädigten und verlorenen Generation" tief berührt.
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