Mit 287 s/w-Abbildungen und 16 Tafeln mit 36 Farbabbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2001
Lang lebte Gerhard von Kügelgen nicht, denn sein Leben nahm 1820 mit seiner Ermordung ein jähes Ende, berichtet Helmut Börsch-Supan. In Dresden, wohin der 1772 in Bacharach am Rhein geborene Künstler im Jahr 1805 übersiedelte, verband ihn eine enge Freundschaft mit Caspar David Friedrich, einen der vielen Künstler, die sich zu dieser Zeit in der Stadt aufhielten und sie zu einem Zentrum der Romantik machten, weiß der Rezensent. Kügelgen war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Das durfte mit dem "soliden Buch", der ersten Abhandlung, die gegenwärtigen wissenschaftlichen Standards genüge, von Dorothee von Hellermann vorbei sein, ist Börsch-Supan überzeugt. Es enthält ein Werkverzeichnis mit 487 überwiegend verschollenen Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen des Künstlers, biografische Daten, literarische Zeugnisse, Briefe Kügelgens, einen umfangreichen Quellenanhang und ausführliche Register, zeigt sich der Rezensent beeindruckt. Insbesondere die literarischen Zeugnisse verliehen der Studie Authentizität und Farbe und ohne Zweifel sei dieser Band ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis der Dresdener Romantik und der deutschen Malerei um 1800, lautet das überaus positive Resümee des Rezensenten.
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