Mit zahlreichen historischen Fotos. 1917 wird die russische Aristokratie im Mahlstrom der bolschewistischen Revolution vernichtet. Douglas Smith beschreibt die Schicksale und menschlichen Dramen, die sich dahinter verbergen. Er erzählt von nächtlichen Fluchten, plündernden Bauern und brennenden Herrenhäusern. Im Mittelpunkt stehen zwei der mächtigsten Familien des Zarenreiches, die Scheremetews und die Golizyns, deren Mitglieder ermordet wurden, in sibirischen Lagern hungerten oder ins Exil gingen. Das brutale Ende einer glanzvollen Epoche und der Untergang einer prachtvollen Welt.
Hannes Stein empfiehlt Douglas Smith und seine Geschichte vom Untergang des Zarenreiches und der Aristokratie in Russland mit Blick für die feinen Unterschiede. Die vermag der Autor laut Stein herauszuarbeiten, wenn er die historische Rolle des Adels nicht schönfärbt, wie Stein schreibt, aber auch die Ausnahmen, Liberale, wie Nabokov sen., nicht verschweigt oder die ganze Grausamkeit der Bolschwewiki. Von letzterer scheint der Band mehr als genug zu bieten, wenn wir Steins Nacherzählungen anschauen.
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