Dies ist die grundlegende Biographie über Maximilian Graf von Montgelas, den Begründer des modernen bayerischen Staates, einen der bedeutendsten Minister der deutschen Reformzeit. Zugleich ist sie ein Beitrag zur Geschichte Bayerns und Deutschlands in den Epochen Napoleons und des Wiener Kongresses. Der hier vorgelegte (abschließende) Band umfasst die gesamte Ministerzeit 1799 -1817 mit einem Ausblick auf Montgelas' weiteres Leben bis 1838. Der früher erschienene erste Band (1988) stellt den persönlichen und geistigen Werdegang von Montgelas bis zu seinem Amtsantritt in München dar (1759 -1799).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2006
Eine einzige Lobeshymne ist Dirk Götschmanns Kritik von Eberhard Weis' Biografie des Maximilian von Montgelas. Nach einem ersten Band von 1971, in dem der Autor Montgelas' Leben bis 1799 nachzeichnet, und zahlreichen Einzelveröffentlichungen zum bayrischen Staatsmann hat er nun als zweiten biografischen Band überraschenderweise ein "völlig eigenständiges Werk aus einem Guss" vorgelegt, schwärmt der Rezensent hingerissen. Mit ihm befindet sich der Münchner Emeritus auf dem "neuesten Forschungsstand", versichert Götschmann, der auch die akribischen Quellenstudien des Autors zu würdigen weiß, von deren "enormen Umfang" er beeindruckt ist. Weis fülle mit seinem Buch weiße Flecken aus und räume mit Irrtümern und "Unterstellungen" auf, betont der Rezensent, der als besonderen Vorzug dieser Biografie nicht zuletzt ihren erstaunlichen "Unterhaltungswert" hervorstreicht. Denn "höchst spannend" lese sich die Darstellung der schwierigen politischen Situation Bayerns um 1800 und der "tiefgreifenden Reformen", die Montgelas auf den Weg brachte. Dass Weis dabei nicht nur die bekannten Protagonisten der Zeit auftreten lässt, sondern auch die Politiker der "zweiten Reihe" berücksichtigt, gibt der der Zeit laut Götschmann "klarere Konturen". "Angenehmer, ja unterhaltsamer" lässt sich Geschichte nicht präsentieren, lobt der sichtlich begeisterte Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 10.11.2005
Hingerissen ist Rezensent Hans Pleschinski von diesem Band, mit dem Eberhard Weis seine große Biografie des Grafen Montgelas (1759-1838) vollendet. Wie schon der 1971 erschienene erste Band hat Pleschinski auch der vorliegende zweite vollauf überzeugt. Die Sachkunde des Autors ist für ihn "über jede Kritik erhaben". Geradezu "bezaubernd" findet er, mit welcher "liebevollen Altersweisheit" der Autor die persönlichen Eigentümlichkeiten und Schrullen seiner Protagonisten beleuchtet. Aber auch in politischer Hinsicht hält er das Werk für gelungen. Er nennt es einen "Ariadnefaden durch die gewaltigen Verwerfungen, die Europa im 18. Jahrhundert erschütterten". Eindrücklich schildere der Autor Politik, Ränke und Visionen einer Zeit, in der grundlegende Weichenstellungen für Staaten und Bürger bis in die Jetztzeit vorgenommen wurden. Montgelas verkörpert für Pleschinski die Achtung vor dem Individuum, den Drang, Freiheit und Ordnung zu versöhnen, sowie den Glauben an eine unparteiisch regelnde Regierung. "Dieses Lenken hin zu Freiheitlichkeit und Glück, inmitten von Elendszeiten", urteilt der Rezensent, "dokumentiert Weis mustergültig".
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