Demokratie, Pluralismus, Integration - Thesen der Politikwissenschaft prägen die Kultur der Bundesrepublik Deutschland. Dahinter stehen Namen wie Karl Dietrich Bracher, Ernst Fraenkel oder Helga Haftendorn. Dieser Band bietet eine vergleichende Würdigung von Werk und akademischer wie öffentlicher Wirkung von 50 wichtigen deutschen Politologen. Er versteht sich als Nachschlagewerk, Studienbuch und Essayband mit fundierten und kritischen Beiträgen von 50 ausgewiesenen Politologen über ihre Fachkollegen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2014
Den von Eckard Jesse und Sebastian Liebold herausgegebenen voluminösen Band liest Rolf Lamprecht mit Gewinn. Die Entstehung des Studienfachs Politikwissenschaft sieht er darin widergespiegelt, die 50 Porträts bedeutender Repräsentanten des Fachs scheinen ihm eine gelungene Auswahl (nach Fachkompetenz, Sichtbarkeit) darzustellen. Interessant erscheint Lamprecht, wie sich in der Würdigung der Älteren durch die Jüngeren die Wechselbeziehung zwischen den Gelehrtengenerationen offenbart. Dass die teils lexikalischen, teils essayistischen Texte dem Spannungsverhältnis zwischen Information und Wertung meist gerecht werden, findet der Rezensent bemerkenswert. Immerhin scheut der Band auch die Benennung von Versäumnissen nicht (Stichwort: deutsche Wende), meint er, oder brisante Themen, wie RAF oder Nato-Doppelbeschluss.
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