Die Probleme der "inneren Einheit" belasteten die Bundesrepublik: Ist Deutschland ein zwischen Ost und West gespaltenes Land geblieben? Pessimismus und Populismus drohen die Republik zu beschädigen. Wie ist es nach 9/11, dem Afghanistan-Krieg, der Finanzkrise, den NSU-Terrormorden und der rechten Radikalisierung, dem Ende der Ära Merkel und dem Beginn der ersten "Ampel"-Koalition um die deutsche Demokratie bestellt? Edgar Wolfrum schildert die Ereignisse und Akteure prägnant, nimmt erste Bewertungen vor und entfaltet das gesellschaftspolitische wie zeitgeschichtliche Panorama der vergangenen 30 Jahre. Ein Ausblick auf die deutsche Zeitgeschichte und ein würdiger Abschluss der 10. Auflage des Gebhardt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.04.2024
Das Handbuch der deutschen Geschichte wird mittlerweile schon in der zehnten Auflage herausgegeben, die deutlich umfangreicher ist als ihre Vorgänger und auch als anfangs geplant, weiß Rezensent René Schlott. Der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum hat nun den Abschlussband vorgelegt. Dieser war in ähnlicher Form schon 2020 erschienen, dann verzögerten Plagiatsvorwürfe die Veröffentlichung, so Schlott, der Band wurde noch einmal überarbeitet und erweitert - leider nicht zur völligen Zufriedenheit Schlotts, der immer noch Detailfehler bemerkt. Auch bei den neuen Kapiteln zur Corona-Pandemie und zur Kulturgeschichte bemängelt er Auslassungen und voreilige Urteile, wie etwa zur Kanzlerschaft Merkels.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…