Edith Hanke, Wolfgang J. Mommsen (Hg.)

Max Webers Herrschaftssoziologie

Studien zur Entstehung und Wirkung
Cover: Max Webers Herrschaftssoziologie
Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2001
ISBN 9783161476495
Broschiert, 363 Seiten, 50,11 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Edith Hanke und Wolfgang J. Mommsen. Max Webers Herrschaftssoziologie bietet einen weltweiten Überblick über Herrschaftsformen der Vergangenheit. Darin werden Phänomene von ungebrochener Aktualität thematisiert, wie z. B. das Charisma von Politikern oder die über Hand nehmende Bürokratisierung, die nicht nur den einzelnen Buerger einschränkt, sondern auch demokratische Entscheidungsprozesse beeinflusst. Für den vorliegenden Band haben anerkannte Wissenschaftler aus der Perspektive ihres Fachs ganz unterschiedliche Facetten der Herrschaftssoziologie, ihrer Vorgeschichte und ihrer Anwendungsmöglichkeiten erforscht. Die kritische Auseinandersetzung und die zum Teil auch provokanten Thesen tragen zu einer Verständigung und Neubewertung von Max Webers komplexer und vielschichtiger Konstruktion bei.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2001

In den letzten Jahren hat es einen wahren "Max-Weber-Boom" in der Wissenschaft gegeben, dessen Resultat durchweg hochreflektierte Studien über das Denken des berühmten Soziologen sind, weiß Hans-Ullrich Wehler. Zu diesen zählt der Rezensent auch zweifellos den von Edith Hanke und Wolfgang J. Mommsen herausgegebenen Sammelband über Webers Herrschaftssoziologie. Sein besonderes Augenmerk legt Wehler in seiner Besprechung auf die Frage nach der Aktualität der Weberschen Kategorien von Macht, Herrschaft und staatlicher Gewaltkontrolle. Das Denken des Soziologen ist in der Gegenwart keineswegs überholt, ist der Rezensent überzeugt. Gerade in einer globalisierten Weltgesellschaft, in der multinationale Konzerne die Kontrollen der Staaten zu unterwandern drohen, seien Webers Überlegungen zu staatlichen Regulativen aktueller denn je. Die "umfassende und kompetente" Einführung von Hanke sei dafür ein wesentlicher Beitrag, findet Wehler.
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