Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki. Dass ein Italiener nach Holland fuhr, war im 19. Jahrhundert an sich schon ungewöhnlich, galt der Norden doch als unwirtlich, dauernass und wenig farbenfroh. So geht es auch Edmondo De Amicis, der bei der Betrachtung der Landkarte von Holland erstaunt feststellt, dass in dieser Gegend eigentlich "nur Biber und Robben leben können" - besteht sie doch mehr aus Wasser als aus Land. Wie kam es, fragt er, dass diese scheinbar so unbewohnbare Region zu einem der fruchtbarsten, reichsten und am besten geordneten Ländern der Welt geworden ist? Er reist - und besucht nicht nur die Städte wie Amsterdam, Rotterdam, Delft und andere. Er macht Landpartien, besegelt die Zuidersee, berichtet von dem Kampf der Menschen gegen das Wasser der Seen, Sümpfe und des Meeres, erzählt von ihrer Entschlossenheit und Geduld, ihrem zähen Mut, begegnet ihrem ausgeprägten Bewusstsein von der eigenen Würde, ist beeindruckt von Freiheitswillen und Pragmatismus.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2016
Monika Maier-Albang legt uns diesen Reisebericht des Italieners Edmondo de Amicis wärmstens an Herz, denn der Schriftsteller war ihrer Meinung nach ein ausgesprochen aufmerksamer Beobachter. Holland ist vielleicht ein etwas ungewöhnliches Ziel für einen Italiener, räumt Maier-Albang ein, und tatsächlich spare De Amicis nicht mit Spott über das Land, das eher dem Meer als dem Kontinent anzugehören scheint. Doch bleibe dieser Spott meist freundlich und milde, versichert sie, und ziele vor allem selten daneben. Und abgesehen von einem missglückten Kapitel über das Leben im jüdischen Viertel erzähle De Amicis amüsant, mit offenen Augen und offenem Herzen.
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