Edmund Stoiber spricht in diesem Buch offen über Herausforderungen und Chancen unserer Zeit. Dabei schöpft er aus vielen historischen aber auch wechselvollen persönlichen Erfahrungen und bleibt im besten Sinne unruhig. Nachdem Edmund Stoiber jahrzehntelang die aktuelle Spitzenpolitik mitgestaltet hat, bringt er nun seine klaren Perspektiven für eine deutsche und auch europäische Zukunft ein, die er mit demselben Nachdruck vertritt wie zu seiner Zeit als Ministerpräsident und Kanzlerkandidat. In diesem Buch zieht Edmund Stoiber Bilanz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2012
Edmund Stoiber im Reich der Zwischentöne! Das hätte sich Albert Schäfer auch nicht träumen lassen. Wie Stoiber im Rücklick, den alten Weggefährten den finalen Stoß versetzend, leise Servus sagt, findet Schäfer einfach herrlich. Ein guter Minister war man eben nur "unter" ihm, logisch. So gar nicht der irre Eiferer ist der Mann also in diesem Buch, gar nicht bitter. Stoiber möchte gemocht werden, so viel kann Schäfer erkennen, und er will exemplarische Stationen als Staatsmann dokumentieren, im Kammerton freilich, wie Schäfer erklärt, und nicht als geschasster Gescheiterter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2012
Leicht erstaunt meldet Heribert Prantl, dass die Autobiografie Edmund Stoibers eine echte "kleine Lesefreude" sei, und er zieht den Hut vor eventuellen Helfern. Mit dem Satz "Ich habe die CSU gelebt" sei Stoibers Karriere jedenfalls ziemlich gut auf den Punkt gebracht, findet Prantl. Von seiner Kindheit, seiner Zeit als Dorf-Fußballer und Jurastudent schlage er einen Bogen zu seinem Leben als Politiker, das in der privaten Gegnerschaft zu den Achtundsechzigern seinen Anfang genommen habe. Die Anekdoten seien stellenweise ziemlich komisch, besonders die der Strauß-Zeit, meint der Rezensent und lobt zudem, dass Stoiber sich nicht nachträglich liberalisiert habe und nur wenig glättet. So wirke die Autobiografie insgesamt glaubwürdig - die meiste Zeit jedenfalls. Denn über einen Satz stolperte Prantl dann doch: "Es gab keine Spendenaffäre der CSU."
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