Von Nonnen und Narren, Ikonen und Namen - eine siebenbürgische Bilderwand, durchscheinend wie Wasserzeichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2018
Rezensent Elmar Schenkel entdeckt ein Vielerlei in Eginald Schlattners "Lebensroman". Ob es um das Verhältnis des Autors zum Glauben geht, zur russischen Orthodoxie, zum Klosterleben, um seine Erinnerungen an den Nationalsozialismus, dann den Sozialismus in Rumänien, oder um das Hadern mit sich selbst, um die Siebenbürger Landschaft oder das eigene Liebensleben, immer trifft der Rezensent auf Unkonventionelles, auch sprachlich, wenn der Autor poetische Wendungen vollzieht. Schlattners poetisches und historisches Bild Siebenbürgens bleibt Schenkel im Gedächtnis. Eine Lebensbeichte, meint er, die als Vertiefung und Erläuterung von Schlattners Romanen gelesen werden kann.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…