"Mein Weg ins Deutsche - war er gewagt, war er verhängt. Warum musste aus einem hebräischen Lyriker ein deutscher Aphoristiker werden. Solange ich noch schreiben kann, bleibe ich mir die Antwort darauf schuldig. Die großen Fragen sind nur ohne Antwort groß." Der vorliegende Briefband ist der Versuch, dieser Frage ihren Umriss zu geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.09.2011
Deutsch-jüdische Geistestradition at its best entdeckt Katharina Teutsch in einem Band mit der gelehrten Korrespondenz des israelischen Dichters und Aphoristikers Elazar Benyoetz aus fünf Jahrzehnten. Die Briefe an Empfänger wie Adorno oder Nelly Sachs kreisen etwa um Benyoetz' Projekt einer Anthologia Judaica mit deutschsprachigen Gedichten, eine Herzensangelegenheit des zeilebens das Risiko der deutschen Sprache in Israel wagenden Autors, oder Selbstvergewisserungen oder geben dem Leser Hinweise für die Lektüre der Aphorismen an die Hand, wie Teutsch betont. Ein wenig mehr Orientierung im Band hätte ihrer Meinung nach allerdings nicht geschadet.
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