Elisabeth Steinkellner

Esther und Salomon

(Ab 12 Jahre)
Cover: Esther und Salomon
Tyrolia Verlagsanstalt, Innsbruck 2021
ISBN 9783702239176
Gebunden, 336 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Mit Fotos der Autorin und Bildern von Michael Roher. Sonne, Strand, Meer, Vollmondnächte und die erste große Liebe: Esther und Salomon, zwei Jugendliche, zwei Lebenswelten, auf den ersten Blick könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Und doch finden die beiden zueinander. Die eine, Esther, Gast, Fotografin und Tochter von Eltern, die gerade dabei sind auseinanderzudriften und sich im Urlaub nichts mehr zu sagen haben. Der andere, Salomon, Sohn einer Angestellten, Zeichner, geprägt von Krieg und Flucht und traumatisierenden Erlebnissen. Beide verantwortlich für zwei kleine Mädchen, die sich mit all den Gefühlen und all der Zuneigung noch viel leichter tun. Einen unbeschwerten kindlich-naiven Gegenpol bilden zu all den gravierenden Problemen der Erwachsenen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.07.2021

"Esther und Salomon" ist weder Lyrikband noch gewöhnlicher Jugendroman, erklärt Rezensentin Antje Weber, sondern ein aufregendes "literarisches und visuelles Experiment". Steinkeller benötigt nur wenige Worte, um ihre Geschichte zu erzählen - die Geschichte von der Begegnung zwischen Esther und Salomon, die beide auf sehr unterschiedliche Weise unter den Brüchen in ihren Familien leiden, so der Kritiker. Beeindruckt ist Weber vor allem davon, wie die Autorin stets die Balance hält zwischen Konkretion und Vagheit: Während sich die Sexualität zwischen Esther und Salomon nur auf feine und zurückhaltende Weise andeutet, wird Salomons Geschichte - der Mord seines Vaters, die Flucht seiner Familie - sehr explizit. Die wenigen Worte, teils in Gedicht- teils in Briefform sind großzügig über die Seiten verteilt, unterbrochen von eindrücklichen Zeichnungen und Fotografien und viel weißer Leere - Raum also, den es braucht, um über die großen Fragen nachzudenken, die die Autorin aufwirft. Dieses Experiment, findet die Rezensentin, ist definitiv "geglückt"!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2021

Rezensent Tilman Spreckelsen erzählt berührt den Inhalt des Romans "Esther und Salomon" von Elisabeth Steinkellner nach. Während der erste Romanteil aus der Perspektive von Esther beschreibt, wie sich die vierzehnjährigen Titelfiguren im Sommerurlaub kennen und lieben lernen, schlägt die Geschichte im zweiten Romanteil aus der Perspektive von Salomon ins Tragische um, als seine Mutter nach einem Unfall um ihr Leben ringt und die Fluchtgeschichte der Familie bekannt wird, berichtet Spreckelsen. Ihm zufolge helfen die Polaroids im ersten und die Zeichnungen im zweiten Romanteil dabei, das Erzählte zu ergänzen, zu beleuchten und zu hinterfragen. Eine Sommerliebe und so viel mehr, findet der Rezensent.

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