Herausgegeben und aus dem Englischen übersetzt von Helmbrecht Breinig und Susanne Opfermann. Ähnlich wie Jane Eyre erzählt Cassandra Morgeson ihr Leben von der Jugend bis kurz nach ihrer Heirat. Neugierig, unsentimental und gelegentlich selbstironisch erkundet Cassandra die Welt und lernt dabei, ihrem Gefühl zu vertrauen, auch wenn sie damit gegen die Normen ihrer Gesellschaft verstößt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2012
Einen feministischen Klassiker aus dem Jahr 1862 annonciert Rezensentin Julika Griem. Eine verheiratete Frau blickt auf ihr Leben zurück, dass sich durch eine reichlich unkonventionelle Art - jedenfalls für das puritanische Neuengland - auszeichnet, so die Rezensentin. Sie hat die Geschichte scheints mit einigem Vergnügen gelesen, denn Elizabeth Stoddard lässt ihre Heldin weder überschnappen noch untergehen. Vielmehr gelinge es ihr, das Leben zu genießen und sich auch noch in jeder Hinsicht zu emanzipieren. "Frappierend modern" ist das immer noch, meint Griem. Den Übersetzern bescheinigt sie zudem, die "schwebende Sperrigkeit" des Romans kongenial ins Deutsche übersetzt zu haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.12.2011
Elizabeth Stoddards Roman "Die Morgesons" ist für den "ith." zeichnenden Rezensenten eine wunderbare Wiederentdeckung. Er lobt Susanne Opfermanns und Helmbrecht Breinigs klare und präzise Übersetzung des Werks, die die "unverblümte" Sprache des Originals erfrischend wiedergibt. Die originellen Figuren findet er schlicht hinreißend. Besonders hat er Cassandra Morgeson ins Herz geschlossen, die "klassisch" von ihrer Kindheit und Jugend und von ihrer romantisch komplizierten Liebesgeschichte erzählt. Er würdigt das Werk auch als ein erhellendes Gesellschaftspanorama der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der amerikanischen Ostküste. Sein Fazit: ein großer Roman.
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