Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth. Da sind zwei Schwestern: Die eine gibt für die Ehe mit einem reichen Mann ihre Selbstachtung auf, während die andere sich von einem Buch dazu inspirieren lässt, ihr Leben zu ändern. Der Hausmeister der Schule will einem Außenseiter helfen und stürzt dabei in eine Glaubenskrise; eine erwachsene Frau sehnt sich immer noch wie ein Kind nach der Liebe ihrer Mutter. Und eine in New York erfolgreiche Schriftstellerin kehrt nach siebzehn Jahren zum ersten Mal in ihre Heimat zurück, um ihre Geschwister zu besuchen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2019
Elizabeth Strouts Buch ist weniger ein Roman als ein Band mit neun Kurzgeschichten, die lose mit einander zusammenhängen, erklärt Rezensent Christian Mayer. Es geht um Kleinstädter, die in ihrer Abstiegsangst einer "endemischen Boshaftigkeit" und einem Hass auf alle, die noch weiter unten angesiedelt sind oder die es geschafft haben auszubrechen, freien Lauf lassen, lesen wir. Wie Strout das erzählt, findet Mayer bewundernswürdig. Sie erzählt nicht aus, lässt Dinge in der Schwebe und vor allem glaubt sie an die Heilkraft des Glücks, das selbst den biestigsten Menschen mit sich und seiner Umwelt versöhnen kann, lobt der Kritiker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2018
Sandra Kegel bewundert Elizabeth Strout für ihre genaue Beobachtungsgabe und ihre Fähigkeit, einen Roman als Erzählreigen ineinander verzahnter Geschichten anzulegen, die sich gut auch jede für sich lesen lässt. Wie sich aus einem Spektrum von Einzelperspektiven ein Kleinstadtpanorama im Staat Illinois ergibt, scheint ihr ebenso bemerkenswert. Die mit ihrem Schicksal hadernden weiblichen Figuren haben es Kegel besonders angetan. Wie Strout sie bei der Verrichtung von Alltagsdingen beobachtet, auf Augenhöhe ihr Scheitern konstatiert, sie in tragikomischen Dialogen lebendig werden lässt und all das formal höchst kunstvoll arrangiert, findet Kegel lesenswert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.12.2018
Rezensentin Sylvia Staude fühlt sich von "Alles ist möglich" regelrecht verzaubert: Auf ihre gewohnt nüchterne Art und Weise, aber dennoch bis ins Feinste durchkomponiert, erzählt Elizabeth Strout hier von den Bewohnern der fiktiven Kleinstadt Amgash, Illinois. Um die aus früheren Romanen Strouts bekannte Figur Lucy Barton, die für einen Besuch zu ihrem Bruder nach Amgash zurückkehrt, spinnt die Autorin der Rezensentin zufolge ein engmaschiges Netz aus Kurzgeschichten zu anderen Bewohnern dieses Städtchens, die Staude für die gelungene Auflistung der vielen Gründe hält, aus denen Menschen miteinander unglücklich werden können. Selten hat die beeindruckte Rezensentin so mühelos "die ganze Welt" vor Augen geführt bekommen.
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