Aus dem Amerikanischen von Georg Schmidt. Die Ostküste der USA mit ihren Landzungen und Inseln wie Martha's Vineyard ist als Refugium für die Superstars und Megareichen berüchtigt. Aber mittendrin, wo Cape Cod ins Meer ragt, liegt ganz am Ende des Festlands Provincetown, 1720 gegründet und damit eine der ältesten Städte Amerikas. Seit jeher hat diese exzentrische, verwirrend schöne Stadt einen unwiderstehlichen Reiz auf Außenseiter aller Art ausgeübt. Als er vor mehr als zwanzig Jahren zum erstenmal hierherkommt, verfällt Michael Cunningham dem besonderen Charakter der Landschaft mit ihren Dünen, Salzmarschen und Stränden und dem eigenwilligen Charme der Einwohner.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2005
Die persönliche Beziehung, die Michel Cunningham zu seiner Wahlheimat Provincetown,einem Hafenstädtchen auf der Halbinsel Cape Cod gesucht hat, ist oberflächlich geblieben, muss Rezensent Ulrich Baron enttäuscht feststellen. Er verpasst dem Band daher das wenig ruhmvolle Etikett "Zugereistenliteratur". Cunningham lenke seinen Fokus auf zwei zu unterschiedliche Dinge, das Hafenstädtchen mit seiner Geschichte und die schräge Subkultur des Ortes, die vom "bunten Treiben" der vier Kategorien "Schwule, Lesben, Heteros und Portugiesen" geprägt wird. Keinen guten Eindruck hinterlässt für Baron auch die deutsche Übersetzung, die er an einigen Stellen als unentschlossen oder schlichtweg falsch entlarvt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.12.2003
1999 hat Michael Cunnigham für "The Hours" (Die Stunden) den Pulitzerpreis erhalten, der Roman, der mit Meryl Streep, Nicole Kidman und Juliane Moore vor kurzem verfilmt wurde. Wohl diesem Umstand ist es zu verdanken, nimmt Ulrich Sonnenschein an, dass dem eben erst bei uns bekannt gewordenen Autor eine zweite Veröffentlichung vergönnt ist. Ein Glücksfall auch für die Leser, freut sich der Rezensent. "Land's End" stellt eine Art Reiseführer für "Cape Cod" dar, die kleine Halbinsel zwischen zwei Meeren. Leider gebe es solche Reiseführer viel zu selten, bedauert Sonnenschein, die wie Cunnigham eine bezaubernde Liebeserklärung für einen Ort abgäben, dabei Fragen stellten, ohne die Antwort parat zu halten. In Provincetown landeten die Pilgerväter, bevor sie nach Plymouth weiterzogen, erzählt Sonnenschein von seiner Lektüre, im Sommer sei der Ort auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel, im Winter ein rauer einsamer Ort, der aufgrund seiner Abgeschiedenheit eine "Enklave des Individualismus" bleiben konnte. Viele Künstler haben sich dort angesiedelt, und auch Cunnigham, hat Sonnenschein in Erfahrung gebracht, gesellt sich Jahr für Jahr einige Wochen dazu.
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