Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2000
Sehr kritisch geht Joachim Scholtysek mit dieser Buchenwald-Dokumentation ins Gericht und wirft den Autoren eine traditionell marxistische Sichtweise auf dieses Lager vor. Diese führt er darauf zurück, dass das Buch zum ersten Mal in den achtziger Jahren, noch vor dem Mauerfall konzipiert wurde. Die Karriere des Lagers unter den Kommunisten nach 1945, die es fünf Jahre lang als "Speziallager" aufrechterhielten, werde in dem Buch gar völlig verschwiegen, denn die Lager-Chronologie, so Scholtysek, endet in dem Buch mit der Befreiung des Nazi-Lagers im April 1945. Allenfalls über den Lageralltag der Insassen zur Nazizeit sei einiges Erhellende zu erfahren. Wer sich mit der gesamten Lagergeschichte befassen will, den verweist Scholtysek auf Bücher von Lutz Niethammer und Manfred Overesch.
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