Aus dem Französischen Kai Wilksen. Emile Bravo illustrierte für diese Graphic Novel eine Geschichte seines Freundes Jean Regnaud. Der kleine Jean befindet sich in höchster Not, als er in der Schule erzählen soll, was seine Eltern beruflich machen. Sein Vater ist Firmenchef, doch seine Mutter lebt nicht bei der Familie. Über sie weiß Jean so gut wie nichts. Deswegen beginnt er, sich das Leben seiner Mutter in Gedanken auszumalen. Immer wilder werden seine Ideen, und schließlich landet die Mutter seiner Fantasie im Wilden Westen, wo sie auf Buffalo Bill trifft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2009
Ein sehr zärtliches und sehr genaues Buch kann Angelika Overath hier empfehlen, das vom Erwachsenwerden als von einem Prozess der "Entzauberung" erzählt: Es geht um den jungen Jean, dessen Mutter eines tages verschwunden ist. Lange kann er sich einreden lassen, dass sie auf Reisen sei; doch dann begreift er, dass sie tot ist. Besonders beeindruckt haben die Rezensentin Emile Bravos Zeichnungen, die farblich sehr genau und offenbar sehr überzeugend auf die Stimmungs- und Gefühlslagen abgestimmt sind: Jeans Freundschaft zu Alain ist "senfgelb", erfahren wir, seine Besuch bei den Großeltern dunkelrosa-grau.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…