Herausgegeben von Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil und anderen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2005
"Hilfreich" findet Rezensent Robert Jütte diese umfangreiche Enzyklopädie der Medizingeschichte mit über 2700 Artikeln. Neben hundert Übersichtsbeiträgen zu wichtigen Teilgebieten (von der ägyptischen Medizin bis zur Zahnheilkunde) bietet das Werk nach Angaben Jüttes achthundert Sachartikel zu heilkundlichen Themen (Agoraphobie bis Zytologie) und 1900 Kurzbiografien zu für die Medizin bedeutenden Personen. Er weist allerdings darauf hin, dass die beeindruckende Fülle keine Vollständigkeit garantiert. So kommen die Patienten als Stichwort nicht vor und auch das Stichwort "Placebo" fehlt. Zuverlässigkeit betrachtet Jütte als das wichtigste Kriterium für ein überzeugendes Nachschlagewerk. Die ist seines Erachtens bei der Enzyklopädie gewährleistet, zumindest bei den Fachbeiträgen, die aus der Feder von renommierten Fachleuten stammen. Bei den biografischen Artikeln moniert er, dass sie bei deutschen Medizinern die Zeit zwischen 1933 und 1945 weitgehend ausklammern. Bei einigen Artikeln vermisst er die Angabe neuerer Literatur. Als Resümee zitiert Jütte den englische Lexikograph Samuel Johnson mit den Worten: "Wörterbücher sind wie Uhren, die schlechteste ist besser als keine, und von der besten kann man nicht erwarten, dass sie genau geht."
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