Mitten im Sommer - Frau und Töchter sind im Urlaub - hält der daheim gebliebene Mann Rückschau: Der alten Liebesgeschichten und dem beginnenden Familienleben gedenkt er ebenso wie der Bagatellen des Alltags und dem beruflichen Werdegang, der auch als Satire auf den Wissenschaftsbetrieb in Paris und Zürich gelesen werden kann. Eine Krankheit und die damit verbundene Krise passieren Revue; schließlich eine Reise nach China, die ihn mit einer neuen Wachheit zurückkehren lässt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2000
Eberhard von Düren präsentiert mit "Wespenzeit" einen zweiten Roman, der seinem Erstling "Abdankung " nach der kurzen Kritik von B. En. zu urteilen stilistisch ähnelt. Auch dieses Mal erzähle der Autor seine Geschichte ohne Larmoyanz und in nüchtern analysierendem Ton, erfährt man. Dabei wären die Phantasien des Bibliotheksbeamten mittleren Alters über vergangene Liebesabenteuer durchaus Anlass zur melancholischen Grundstimmung. Nicht so bei Düren. In seinem Roman schaut sich der Protagonist bei seinen Bilanzen amüsiert zu, meint B. En. und hält somit die heikle Balance, die auch nicht durch zeitweilig auftretende dunkle Klänge gestört werde.
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