Seit Jahren diskutiert die Öffentlichkeit über die Legitimität von Bundeswehreinsätzen im Ausland. Die politisch Verantwortlichen suggerieren uns meist, es handele sich dabei um eine Art bewaffneter Entwicklungshilfe. In Wirklichkeit sind es aber Kampfeinsätze und es ist äußerst fraglich, ob die gesetzten Ziele mit militärischen Mitteln überhaupt erreicht werden können. Eric Chauvistre fordert, dass Politik und Öffentlichkeit nicht mehr nur moralisch argumentieren, sondern vor allem auch nach der Effektivität der Einsätze fragen. Er liefert eine kritische und fundierte Untersuchung einer von Politikern wie der Öffentlichkeit überschätzten Bundeswehr und ihrer Möglichkeiten, international zu intervenieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2009
Zu einem Urteil kann sich Rezensent Wigbert Benz nicht durchringen und so belässt er es bei der inhaltlichen Wiedergabe von Eric Chauvistres Buch "Wir Gutkrieger", in dessen Mittelpunkt die Militäreinsätze der deutschen Bundeswehr in Afghanistan und dem Kosovo stehen. Der Autor fordere eine größere "öffentliche Debatte" und wirft dabei nicht nur Kriegsbefürwortern, sondern auch den Kriegsgegnern vor, die Möglichkeiten der Bundeswehr zu überschätzen, wenn sie entweder Militäreinsätze für ein Allheilmittel hielten oder für das Teufelswerk, mit dem vermeintlich imperiale Ansprüche durchgesetzt werden sollten, referiert Benz. Dagegen beleuchte Chauvistre die "Unehrlichkeit" und Illusionen der deutschen Militärpolitik: Beim Einsatz im Kosovo sei kein Ziel wirklich erreicht worden, in Afghanistan sei die Bundeswehr vor allem damit beschäftigt, sich selbst zu schützen. Da Benz keine Einwände erhebt, scheint er mit der Darstellung alles in allem einverstanden.
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