Herausgegeben von Wolfgang R. Assmann und Albrecht Graf von Kalnein. Europa im 20. Jahrhundert - das ist auch eine Geschichte von Diktaturen und Widerstand, von politischer Gewalt und Zivilcourage. Die transnationale Bedeutung des Themas wurde bislang oft außer Acht gelassen. Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Formen der Aufarbeitung von Diktaturen erfordert jedoch einen übergreifenden Blick. Hier setzt der Band an: Er thematisiert sowohl deutsche Diktaturgeschichte(n) als auch Fälle von Diktaturen und deren Aufarbeitung in anderen europäischen Ländern. Damit geht er der Frage nach, ob es einen gemeinsamen europäischen Erinnerungsraum gibt. Die Beiträge verbinden den fachwissenschaftlichen Blick mit Perspektiven aus Literatur, bildender Kunst und Musik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2012
Schluss mit Sonntagsreden, findet Rezensentin Vera Lengsfeld und empfiehlt diesen Sammelband mit Beiträgen zur Problematik der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa. Die Autoren zeigen der Rezensentin, wie bedeutsam das Thema ist und zugleich, wie wenig darüber wirklich gesprochen wird, in Schulen etwa. Informiert wird Lengsfeld ferner über verschiedene Formen der Aufarbeitung (Aleida Assmann) und ihre Bedeutung für ein europäisches Gedächtnis. Dass sich durch dialogisches Erinnern nationale, monologische Geschichtskonstruktionen aufbrechen und Erinnerungslücken schließen lassen beispielsweise.
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