Ermanno Cavazzoni

Die nutzlosen Schriftsteller

Cover: Die nutzlosen Schriftsteller
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783803131799
Gebunden, 192 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Marianne Schneider.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2003

Der mit "av" zeichnende Rezensent scheint sich bei der Lektüre von Ermanno Cavazzonis neuestem Werk bestens amüsiert zu haben. Anhand von 49 Fallbeispielen zeigt der italienische Ästhetikprofessor darin den Weg in das Dasein eines unnützen Schriftstellers. Stilistische Brillanz und Pointen lasse der Autor dabei unter den Tisch fallen, aber er schreibe beharrlich in einem "trockenen und naiven Ton", aufgrund dessen der Rezensent Tränen lachen musste - selbst in den Partien, in denen es um das Sterben und den Tod gehe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.06.2003

Hingerissen ist Volker Breidecker von einem kleinen "komischen und verrückten" Buch, genauer gesagt einem Handbuch für angehende, noch gehende, ausgehende und hinübergegangene Schriftstellerexistenzen. Als eine Art "Narrenschiff der Schriftstellerei" bezeichnet Breidecker dieses Brevier, das in sieben Lektionen mit je sieben Kapiteln unterteilt ist, zusammen also 49 Minigeschichten von höchstens drei Seiten Länge ergibt. Cavazzoni, Ästhetikprofessor in Bologna, hierzulande mit seinem von Fellini verfilmten "Gesang der Mondköpfe" bekannt geworden, habe keinerlei pädagogische Absichten, versichert Breidecker. Niemanden wolle er zum Schreiben aufrufen oder von demselben abhalten, sondern vielmehr sämtlichen menschlichen Marotten und poetischen Leidenschaften nachspüren, die im eitlen Literaturbetrieb denkbar sind. Alle kriegen sie ihr Fett weg, bekräftigt der Rezensent, der eine übers Jahr verteilte Lektüre des Almanachs empfiehlt. Nebenbei spiele der Autor das volle Register ironischer Gattungsformen aus: von der Parabel über die Pastorale bis zur Elegie und Persiflage ist alles dabei.
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