Nach seiner Deportation aus Frankreich nach Auschwitz wurde der Autor ab 1943 als Zwangsarbeiter in dem Rüstungsbetrieb "Oberschlesische Hydrierwerke" eingesetzt. Er berichtet realistisch und detailliert über die Schindereien von Menschen in den bis heute kaum berichteten KZ-Außenlagern "Laurahütte" und "Blechhammer" (bei Kattowitz).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2001
Leid, Terror und Ausbeutung in Auschwitz, schreibt Monika Lütke-Entrup, stehen nicht im Vordergrund der Autobiografie des US-Diplomaten Ernest König. Der "plakative" Titel von deren jetzt vorliegendem ersten Teil führe mithin in die Irre. König erzählt, so referiert die Rezensentin, wie er im mährischen Bürgertum aufwächst, später Student in Prag und, nach dem Einmarsch der Deutschen, Soldat der tschechoslowakischen Exilarmee in Frankreich ist. Als unerwünschter Deutscher wird er von der Vichy-Regierung interniert, dann als Jude von den Deutschen nach Auschwitz deportiert, wo er zur Zwangsarbeit eingeteilt wird und deshalb überlebt. Mit den Erinnerungen an seine Jugend, so Lütke-Entrup, verfolgt König vor allem das Anliegen, auf die Gefahren mangelnder Integration gesellschaftlicher Minderheiten aufmerksam zu machen. Als Angehöriger der amerikanischen Botschaft in Bonn habe König beobachtet, dass nur wenige Menschen in Deutschland die Vernichtung der deutschen Juden als Verlust eigener Kultur empfunden hätten. Zentrales Element der Wiedergutmachung sei für ihn deshalb nicht materielle Entschädigung, sondern die Anerkennung deutscher jüdischer Identität.
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