Im Auftrag von MTU Aero Engines und der BMW Group. Die Bayerischen Motorenwerke waren eines der wichtigsten Unternehmen in der nationalsozialistischen Rüstungs- und Kriegswirtschaft. Als Reaktion auf die forcierte Aufrüstung ab 1936 wurde der zuvor diversifizierte Konzern fast völlig auf die Produktion von Flugzeugmotoren umgestellt. Die Geschichte des BMW-Konzerns in der NS-Zeit ist die Geschichte eines zunehmenden Verstrickungsprozesses mit dem NS-Regime und seiner Verbrechen, an dessen Ende der gezielte Einsatz von Zwangsarbeiter(inne)n und KZ-Häftlingen stand. Und es ist die Geschichte einer Deformation des Unternehmens, die sich nicht nur auf die Organisation, Produktion und die Unternehmensfunktionen erstreckte, sondern auch auf die im Unternehmen angestellten Menschen, insbesondere die führenden Manager. Vier ausführliche Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen Zwangsarbeiter(inne)n erhellen die Dramatik dieser Jahre auf ganz persönliche Weise.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2006
Die von BMW und MAN-Turbo in Auftrag gegebene Studie über Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs ist von der Autorin vorbildlich ausgeführt worden, lobt Gregor Schöllgen. Bei der aufwändigen Recherche im In-und Ausland habe die Autorin offenbar keine Mühen gescheut. Eine besondere Stärke sieht der Rezensent in der Nachzeichnung der Deformation der gesamten BMW Fabrik während des Krieges. Auffällig sei zudem die schwach ausgeprägte Unternehmenskultur zur damaligen Zeit. Zwar habe sich BMW schon 1933 in den Dienst der Nazis gestellt und damit tiefgreifende Umwälzungen ermöglicht, in den Chefetagen habe man sich aber lange nicht darüber verständigt, wie der Konzern denn nun geführt werden solle.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2006
Durchaus kritisch betrachtet Rezensentin Barbara Distel diese Studie über "Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW", die die Historikerin Constanze Werner im Auftrag der MTU Aero Engines und der BMW Group verfasst hat. Zwar billigt sie der Autorin zu, ihr Thema prinzipiell "faktenreich und dokumentengesättigt" aufgearbeitet zu haben. Aber die Verstrickung BMWs in die verbrecherische NS-Politik, deren Herausarbeitung ja zu den erklärten Zielen der Studie gehört, wird nach Ansicht Distels zu "wenig deutlich". Die Darstellung erscheint ihr zudem von "grundsätzlicher Sympathie für die Motive der Firmenleitung durchdrungen". Von der damaligen Realität der Zwangsarbeit vermittle die Autorin nur wenig. Das größte Manko von Werners Arbeit aber sieht Distel darin, den fundamentalen Unterschied der Lebens- und Arbeitssituation der KZ-Häftlinge zu den anderen Angestellten und Arbeitern nicht "deutlich" zu machen. So kommt sie zu dem Schluss, dass Autorin den Finger nicht in die "wirklich offene Wunde der Firmengeschichte" gelegt habe.
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