Herausgegeben von Carola Schramm und Jürgen Elsner. "Die Dummheit wächst. Dickhäutig und dickarschig sitzt sie auf unseren kleingewordenen Hoffnungen. Das kann doch nicht alles sein", schreibt Heinar Kipphardt 1972 an Ernst Busch. Weit über einhundert Schriftzeugnisse, die hier größtenteils erstmals veröffentlicht werden, dokumentieren den Austausch zwischen dem singenden Schauspieler Busch (1900-1980) und dem Schriftsteller und Dramaturgen Kipphardt (1922-1982). Sie hatten sich in den frühen fünfziger Jahren am Deutschen Theater kennengelernt; die Freundschaft, die beider Familien einbezog, blieb auch nach Kipphardts Weggang aus der DDR 1959 erhalten.
Jörg Sundermeier begrüßt diesen von Carola Schramm und Jürgen Elsner herausgegebenen Briefwechsel zwischen Heinar Kipphardt und Ernst Busch. Die hervorragend edierte Korrespondenz zwischen Dramatiker und dem Schauspieler scheint ihm überaus erhellend, auch wenn die Briefe überwiegend privaten Charakter haben - der Leser erfährt viel über das freundschaftliche Verhältnis von Kipphardt und Busch, um die es heute eher still geworden ist, über Urlaubserlebnisse, Gebrechen und Familiäres. Darüber hinaus vermittelt der Briefwechsel nach Ansicht des Rezensenten auch ein eindrucksvolles Bild von den Schwierigkeiten, denen Kipphardt im Osten wie im Westen war, sowie von resignativen Zügen Buschs, der sich zwar als Künstler international geschätzt, als politischer Mensch aber ignoriert fühlte.
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