Vor dem Hintergrund eines wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandels, den man mit Stichworten wie "Globalisierung", "Digitalisierung" und "demographischer Wandel" umschreiben kann, hatte die Zukunftskommission Gesellschaft 2000 die Aufgabe, Strategien zur Stärkung des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft zu entwickeln und Quellen für Gemeinsinn und Solidarität neu zu erschließen. Ziel der Kommission war es, Wege aufzuzeigen, um diese Umbruchssituation, der unsere Gesellschaft sich stellen muss, positiv zu gestalten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001
Die Qualität der Beiträge in diesem Band, der anlässlich eines Kongresses der "Zukunftskommission Gesellschaft 2000" erschienen ist und vom baden-württembergischen Ministerpräsident Erwin Teufel herausgegeben wurde, schwankt nach Meinung des Rezensenten Sebastian Berger ziemlich stark. In dem Band kommen Theoretiker und Politiker zu Wort. Unzufrieden ist der Rezensent vor allem mit den Beiträgen der Politiker, die ihm nicht den geringsten "Erkenntnisgewinn" verschafft haben. Und das, obwohl es gerade die Politiker sind, die die "negativen Folgen dieses gesellschaftlichen Umbruches, soweit möglich, abfedern" sollen. Einzig Annette Schavan von der CDU schafft es seiner Meinung nach, das Thema differenziert zu bearbeiten und Ambivalenzen in der Bewertung der gesellschaftlichen Umbrüche zu benennen. Deshalb nimmt die Auseinandersetzung mit ihrem Essay auch gut ein Drittel der Rezension ein. Zu den theoretischen Beiträgen äußert sich Berger nicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2001
Die `Zukunftskommission`, eingesetzt von Erwin Teufel, hat schon mit der Veröffentlichung ihres Abschlussberichts ein harmonisches Ergebnis präsentiert, das nach seinem Anspruch zur Lösung sämtlicher Probleme eingesetzt werden könne, sozusagen als Allheilmittel: `Wer eigenverantwortlich handelt, handelt immer auch solidarisch, weil er die Allgemeinheit entlastet`, zitiert Rezensent Thomas Wirtz aus dem Buch, um gleich darauf nach dem Nutzen solcher Erkenntnisse zu fragen. Er findet ihn nicht. In dem Buch sind verschiedene Referate sogenannter Experten - Robert Leicht, Norbert Walter u.a. - versammelt, die auf einem Kongress besagter Zukunftskommission in Mannheim gehalten wurde, berichtet Wirtz, doch er findet nur "Allgemeinplätze", Zeugnisse mangelnder Selbstreflexion etc. - schlicht "überflüssiger Unsinn". Dieses Buch passt nicht in die edition suhrkamp, meint der Rezensent böse, sondern eher in die "nestwarmen Hausschriften des Landesamtes für politische Bildung".
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