Daniel-Pascal Zorn

Das Geheimnis der Gewalt

Warum wir ihr nicht entkommen und was wir trotzdem dagegen tun können

Klappentext

Immer wieder bricht Gewalt aus und gerät außer Kontrolle. Sie entzieht sich und unterläuft alle Versuche, ihre Geschichte zu verstehen: Gewalt scheint sich zu verselbständigen.Wir versuchen menschliche Gewalt zu erklären, weil wir sie verhindern wollen. Trotzdem nimmt die Gewalt immer neue Gestalten und Formen an. Dies geschieht umso mehr, als die digitalisierte Globalisierung sich verdichtet, die virtuelle Realität sich ausbreitet und die künstliche Intelligenz sich verselbstständigt. Wir haben eine ganz andere Wirklichkeit hervorgebracht - und doch holen uns die unheimlichen Strukturen seit Beginn der Menschheitsgeschichte immer wieder ein. Daniel-Pascal Zorn wagt es, die rätselhaften Strukturen, Facetten und Gesichter der Gewalt und ihr Geheimnis auszuloten.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 16.11.2019

Marianna Lieder hält das Buch des Philosophen Daniel-Pascal Zorn für philosophischen Käse. Zorns Anliegen, einen möglichst gewaltfreien, quasi literarischen Essay über das Phänomen Gewalt vorzulegen, scheitert laut Rezensentin an der allzu großen Assoziationsfreude des Autors, die dem Leser keinen einzigen roten Faden gönnt, dafür aber klischeehafte Alltagsschilderungen, gedankenschwer beladen, aber viel zu allgemein, um noch falsch genannt werden zu können, so Lieder. Zorns Nacherzählung von Foucaults "Überwachen und Strafen" liest Lieder zwar dennoch gern, doch sollte sich der Autor besser entscheiden zwischen Philosophie und Literatur, meint sie.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.10.2019

Rudolf Walther winkt genervt ab: Das Buch des Philosophen Daniel Pascal Zorn bringt ihm weder den Begriff Gewalt noch das Thema Geheimnis wirklich näher, weil der Autor es an Differenzierung und Präzision mangeln lässt und vor allem assoziativ vorgeht, wie Walther erklärt. Die Haltung des Autors erscheint ihm zudem prätentiös, weil Zorn dauernd ein "Wir" suggeriert und doch bloß von eigenen Erfahrungen berichtet. Für Walther entstehen so nur wirre Assoziationen und triviale bis falsche Befunde, etwa, wenn Zorn sich mit dem Dreißigjährigen Krieg befasst.