Esther Slevogt

Auf den Brettern der Welt

Das Deutsche Theater Berlin
Cover: Auf den Brettern der Welt
Ch. Links Verlag, Berlin 2023
ISBN 9783962892029
Gebunden, 384 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Selten spiegeln sich Sternstunden und Abgründe eines Landes so prägnant in der Geschichte eines Theaters wie im Fall des Deutschen Theaters Berlin. Angefangen von Aufbruch und Emanzipation des deutschen Bürgertums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dem dieses Theater seine Gründung verdankt, hin zum Verhängnis der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, in das dieses Bürgertum im Nationalsozialismus stürzte. Im anschließenden Kalten Krieg war es die wichtigste Bühne in der DDR, von der während der politisch-gesellschaftlichen Wende von 1989/90 entscheidende bis in die Gegenwart reichende Impulse ausgingen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.12.2023

"Eine kenntnisreiche Lektüre" ist Esther Slevogts Buch über das Deutsche Theater Berlin, lobt Rezensentin Katrin Bettina Müller: Vor allem weil Slevogt das Geschehen auf und hinter der Bühne mit der deutschen Geschichte zu verbinden wisse. So zum Beispiel, wenn sie über Wolfgang Langhoffs Zeit am Theater erzählt, in der er mit den Widersprüchen der DDR umgehen musste, was Slevogt der Kritikerin "detailliert" schildert. Einen besonderen Fokus setzt Slevogt laut Müller auf die Inszenierungen deutscher Klassiker. "Im Echo der Kritik" und anhand von ausgewertetem Archivmaterial vollzieht Slevogt die vielen Umdeutungen der deutschen Klassiker im Kaiserreich, der Weimarer Republik, in der NS-Zeit oder dann in der DDR nach, erklärt die beeindruckte Kritikerin. Für sie ein Buch, das den früheren Stellenwert des Theaters wie kaum ein anderes herüberbringt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023

Dass die Geschichte des Deutschen Theaters eng verknüpft ist mit den Irrungen und Wirrungen der deutschen Geschichte seit dem 19. Jahrhundert, kann der beeindruckte Rezensent Simon Strauß bei Esther Slevogt lesen, die die vielfältigen Entwicklungen des Hauses "seismographisch" vor Augen führt. Über die Intendanz von Heinz Hilpert zwischen Horvath-Premieren und NS-Zeit kann er sich ebenso informieren wie über seinen Nachfolger Wolfgang Langhoff und die Probleme mit der SED, die unter seiner Leitung aufgetreten sind. Den Namen Deutsches Theater trägt dieses Haus mit seinen Verwicklungen in die deutsche Geschichte völlig zurecht, resümiert Strauß nach der Lektüre.
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