Lyrischer Proviant von Inseln, einer winzigen Schäre im åländischen Archipel, von der Küste Irlands, von Ingmar Bergmans Fårö, aber auch von der Buche am Neckar. Wer Eva Christina Zellers Gedichte liest, taucht ein in eine Welt, in der es die Natur noch gibt. Sie schreibt Hymnen und Verluste. Sie schreibt Gedichte von entlegenen Gegenden und den Rändern der Wahrnehmung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2021
Rezensent Wulf Segebrecht wird nicht lyrisch zumute mit den Gedichten von Eva Christina Zeller. Dass die Autorin die Suche nach dem passenden Wort zum Thema ihrer Texte macht, findet Segebrecht eigentlich in Ordnung. Die Umsetzung aber überzeugt ihn nicht, da die Monotonie der "Spracherlernung" angesichts von Meer, Möwen und Bäumen durch eingestreute "einfältige" Losungen und Feststellungen und grammatikalische Seltsamkeiten nicht eben geadelt wird, wie er findet. Irritiert fragt sich der Rezensent: Sind das noch Gedichte oder schon Plattitüden?
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