Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XX/1 Frühjahr 2026
C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406843662 Kartoniert, 128 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Keine Denkerin der letzten Jahrzehnte vereinigt - von Gender bis Gaza - so viele Triggerpunkte der Gegenwart wie Judith Butler. An Butler lässt sich beobachten, was globale Intellektualität und Öffentlichkeit heute bedeuten kann - im Guten wie im Schlechten. In manchen Kreisen ist die Autorin von "Gender Trouble" ein Star mit Glamour-Status und Fans, in anderen eine dämonisierte und ridikülisierte Figur. Die Frühjahrausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte spürt dem Trouble und der Wirkmacht eines Denkens nach, das seine Energie aus Widersprüchen entfaltet. Mit Beiträgen von Diedrich Diederichsen, Eva Geulen, Mithu Sanyal, Danilo Scholz, Amia Srinivasan, Dieter Thomä und Weiteren.
Interessiert, teils auch ein bisschen amüsiert bespricht Rezensent Jakob Hayner dieses Heft der Zeitschrift für Ideengeschichte, das sich mit Judith Butler und vor allem der Entstehung der deutschen Ausgabe des Butler-Klassikers "Gender Trouble" beschäftigt. Ausführlich geht Hayner auf die Titelfindungsschwierigkeiten im Zuge der Übersetzung ein - letztlich setzte sich Butler selbst durch mit ihrem Vorschlag, "trouble" als "Unbehagen" zu übersetzen, was sie unter anderem mit Verweis auf ein Nina-Hagen-Album begründete. Im Weiteren geht es unter anderem, in einem Beitrag Eva Gehlens, darum, wie aus Butlers initialer Identitätskritik peu a peu, auch bei Butler selbst, Identitätspolitik wurde. Und auch, in einem Beitrag Danilo Scholz', um Butlers kritikwürdige Positionen zu Israel. All das fügt sich, so könnte man Hayners Besprechung zusammenfassen, zu einem anregenden Stück Diskursgeschichte.
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