Eva Gritzmann (Hg.), Denis Scheck (Hg.)

Kafkas Kochbuch

Franz Kafkas vegetarische Verwandlung in 544 Rezepten
Cover: Kafkas Kochbuch
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783608966657
Gebunden, 448 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Franz Kafka trieb mit seinen Ernährungsgewohnheiten alle in den Wahnsinn. Das lag an seinem legendären Kochbuch.Neben Thomas Mann und Rainer Maria Rilke war auch Franz Kafka Gast in Dr. Lahmans Sanatorium bei Dresden. Er lernte dort das "Hygienische Kochbuch zum Gebrauch für ehemalige Kurgäste" kennen und damit eine Küche, die ins Herz unserer modernen Ernährungsmedizin zielt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 25.08.2025

In letzter Zeit findet "geradezu eine Menschwerdung" von Franz Kafka  statt, konstatiert Kritiker Elmar Krekeler angesichts des  Kafka-Kochbuchs, dessen Geschichte Denis Scheck und Eva Gritzmann  aufgeschrieben haben. Bei einem Wellness-Aufenthalt in Dresden hatte  Kafka das von Elise Starker verfasste "Hygienische Kochbuch" kennen-  und schätzengelernt, so Krekeler. Neben den überraschend poetisch klingenden Rezepten von Ofenschlupfer bis Ägyptischem Kloß lernt der  Rezensent auch einiges über Kafkas (manchmal recht zwanghafte) Gewohnheiten in Bezug auf seinen Vegetarismus und seinen Körper und  empfiehlt, dringend das eine oder andere Gericht nachzukochen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2025

"Fidi-Pudding", "Pfitzauf" oder "Ofenschlupfer" - Rezensent Paul Jandl freut sich über die poetischen Namen der Gerichte, die Kafka aus dem "Hygienischen Kochbuch" entnahm, das ihm ein Aufenthalt im Sanatorium des Arztes Dr. Lahmann bescherte. Eva Gritzmann und Denis Scheck haben dies hier versammelten Gerichte mit kulinarischen Anekdoten aus Kafkas Lebens angereichert, was dem Kritiker eine durchaus unterhaltsame Lektüre beschert. Denn mit dem Thema Essen hängt bei Kafka, der strenger Vegetarier und vermutlich magersüchtig war, einiges zusammen: Rebellion gegen den Vater, unterbewusste Ängste, Träume und nicht zuletzt die zahlreichen Anspielungen in seinen Büchern, allen voran der "Hungerkünstler". Ist ein Kochbuch von jemandem, der so viele Probleme mit dem Essen hatte nicht ein Widerspruch in sich? Vielleicht, trotzdem eine schmackhafte Lektüre für den Kritiker. 

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